Grundsätzliches

schluessel_in_TürAnsatzpunkt für die therapeutische Arbeit ist die sichere und vertrauensvolle Beziehung zwischen Therapeut und Klient. Kontakt und Bindung sind ebenso Voraussetzungen für eine geglückte Entwicklung (Individuation).

Ich arbeite mit einem Bild vom Menschen als Ganzheit und als Teil. Ganz sind wir als Individuum: Psyche und Körper sind untrennbar miteinander verbunden, wir bringen unser individuelles Erbgut (ontogenetisch) und das Erbe der Menschheitsentwicklung (phylogenetisch) mit. Unsere Lebenserfahrungen (seit der Zeugung, nicht seit der Geburt!) werden in den Zellen unseres Körpers unbewusst gespeichert und beeinflussen die weitere Entwicklung. Gleichzeitig stehen wir in fortwährender Auseinandersetzung mit unserer Umwelt, prägen sie und werden von ihr geprägt, sind ein Teil von ihr. Die Gesellschaft bietet bestimmte Rollen (gesellschaftliche Individualitätsformen, Osterkamp) in die wir uns hineinentwickeln können und müsssen. Wir treten in Kontakt…

Unsere Lebenserfahrungen sind also in allen Zellen des Körpers gespeichert. Ich richte meine Aufmerksamkeit deshalb nicht nur auf die verbal präsentierten Inhalte, sondern auf alle Signale, auch die nonverbalen. Hier liegen oft die Schlüssel für unbewusste Prozesse und lange zurückliegende Traumatisierungen, die mit Hilfe stimulierender Methoden wie: Massage, Atemarbeit, Bewegungs- und Ausdruckübungen, Phantasie-Reisen oder direktem Körperkontakt an die Oberfläche kommen dürfen und dann bearbeitet werden können.

Auf körperlicher wie psychischer Ebene wird eine Kooperation der verschiedenen Funktionen und Schichten angestrebt, die durch unaufgelöste intra- psychische Konflikte oder die Stagnation von Reifungsprozessen behindert sein kann. Hier erhält die Arbeit mit Regression ihren Sinn, da sie in die Persönlichkeit nicht integrierte lebensgeschichtlich bedeutsame Erfahrungen wieder zugänglich machen kann. Das Bewusstwerden und Wiedererleben widriger Erfahrungen in der Kindheit kann sich heilsam auswirken, wenn ihnen alternative Erfahrungen gegenüberstehen.

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